r elation
m anagement
v isions

 der einzelne kann nur kurzfristig auf kosten von anderen leben. aber es geht nicht um kurzfristige erfolge, sondern um langfristiges gelingen. das ist dem einzelnen in der gegenwärtigen gesellschaft nur deshalb fremd, weil er als kind unter bedingungen aufgewachsen ist, in denen er vereinzelt wurde. wenn wir aufhören würden, unsere kinder zu egozentrikern zu machen, wenn wir ihnen gelegenheit geben würden, die erfahrung zu machen, wie schön es ist, sich gemeinsam mit anderen um etwas kümmern zu dürfen, gemeinsam etwas gestalten und entdecken zu dürfen, dann würden unsere kinder eine andere vorstellung davon entwickeln, worauf es im leben ankommt. sie könnten keine egozentriker mehr sein, weil sie damit ihr bedürfnis nach verbundenheit verletzen würden.
gerald hüther im interview mit josef bruckmoser
in:
"die egozentrik ist eine fehlentwicklung", salzburger nachrichten, 3.5.2011, s 11