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Rangdynamik
Erläuterungen zu nebenstehend
abgebildeter soziodynamischer Grundformel
Jedwede Gruppe bildet sich gegenüber einem
Gegner (G). Er ist Anlaß und Ziel der Gruppenbildung und
besitzt so viel autoritäres Gewicht, daß er der gemeinsamen
Gruppenintention entgegenzustehen vermag, sie dadurch anregt
und existent erhält. Ihm gegenüber steht Alpha, der
Repräsentant der Gruppeninitiative, mit dessen Unbewußtem
sich das Gros der Gruppe, die Gamma-Individuen, identifizieren,
so daß die Gruppe ohne bewußte Lenkung nach seinem
Willen reagiert. Bei Abwesenheit des Gegners wendet sich Alpha
gegen die Gruppe, aber niemand verübelt es ihm, vielmehr
fühlt sich die Gruppe von seinem machtvollen Auftreten gestärkt,
denn Alpha trägt das Imponiergehaben der Gruppe und jeder
Gamma träumt, in gleicher Weise mit dem Gegner verfahren
zu können. Er imponiert daher auch in analoger Weise gegen
den Schwächsten der Gruppe, Omega. Omega sucht Schutz in
der Identifikation mit dem Gegner der Gruppe, der allein ihr
zu widerstehen vermöchte, macht sich aber gerade dadurch
zum Repräsentanten des Gegners und gibt der Gruppe durch
seine Niederlage die Genugtuung, die sie braucht und sucht. Abseits
von diesem Kreislauf der Affekte stehen nur einzelne Spezialisten,
die Betas, die ihre gute Position durch Leistung zu rechtfertigen
haben. Sie sind in der Gruppe vorzüglich durch ihr Verhältnis
zu Alpha legitimiert. Je mehr eigene Beziehung zu den Gammas
sie haben, desto mehr werden sie zu einer Konkurrenz für
Alpha und bilden eine Art latenter Gegengruppe, die gestrichelt
angedeutet wurde. |
So wirkt´s
also ... |