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Kreativität integriert Es ist die Chemie, die uns am Leben hält. Deshalb benötigen wir Nahrung in unterschiedlicher Form für Körper, Geist und Seele. Unser Hormonhaushalt nimmt dabei eine besondere Stellung ein. Er regelt unsere "Betriebstemperatur". Er reagiert auf äußere wie innere Einflüsse. Wenn wir angegriffen werden sorgt er für unser Überleben. Die schleichenden "Angriffe" der sich verändernden zivilisatorischen, wirtschaftlichen, politischen Umwelten nehmen wir oft erst zu spät (bewusst) wahr. So können wir z. B. durch überhöhte Ansprüche an uns selbst wie an unsere Mitmenschen Selbstmorde induzieren. Die (Selbst-)Wertigkeiten sind dann nicht mehr stimmig. Oder: die zunehmende Verstädterung führt zu aggressivem Verhalten durch die einengenden räumlichen Bedingungen (vgl. Konrad Lorenz et al.). |
Leben durch Kreativität
Bei all den interessanten Definitionen für Kreativität möchte ich dennoch eine hinzufügen: Kreativität ist die Suche nach befreienden Antworten auf drängende Fragen. |
So wie uns unsere "innere" Chemie am
Leben hält, so kann sie uns bei entsprechender "Dosis"
auch unser Leben kosten. Je mehr wir uns einengen durch unsere
Ansprüche Der positive Effekt gelebter Kreativität kann verstärkt werden durch Arbeiten in Kleingruppen und durch entsprechende Begleitung geschulter Personen. Ihre integrative Wirkung fördert auch das
Arbeits- und Betriebsklima. |
![]() Bild: SN/fourmusic (SN, 19.3.03) |
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Kreativität im Berufs-Leben Keine andere Geschichte würde besser dazu passen als die der Entdeckung der Doppelhelix durch den Biochemiker James Watson und den Physiker und Biologen Francis Crick im Jahr 1953. Beide waren derart unkonventionell, also kreativ, dass sie mit ihren nervenden Fragen ihre jeweiligen Kollegen auf die Palme brachten und sich selbst damit gemeinsam in ein Kammerl. Sie nutzten die Gunst der Stunde, entdeckten die DNA-Helix mittels Röntgenstrahlung und erhielten dafür zusammen mit Maurice Wilkins 1962 den Nobelpreis für Medizin und Physiologie. Seine unkonventionelle Art zeichnete übrigens auch den Physik-Nobelpreisträger des Jahres 1965 aus: Richard Phillips Feynman. |
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Kreativität schafft Neues ohne unmittelbar auf Bestehendem aufzubauen. Sie verwirft und ignoriert förmlich bestehende Normen und Strukturen und setzt diese unter Hinzuziehung völlig neuartiger Ansätze und einer unvorhersehbaren Gewichtung von Teilen des bisherigen Bestandes zusammen. Auf innovativen Märkten ist sie somit der Motor für Wachstum und damit eine unerlässliche Voraussetzung für hohe Profitraten.
Jean-Yves Naouri im Gespräch mit Harald Fidler:
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